Warum Netzwerken auch für dein DIY-Business wichtig ist

Katharina Hock/ Oktober 10, 2017/ Networking/ 2Kommentare

 

Hast du negative Assoziationen, wenn du das Wort „Networking“ hörst? Denkst du erstmal an möglichst viele und oberflächliche Businesskontakte und daran Visitenkarten einzusammeln, die du irgendwann mal zu deinem Vorteil nutzen möchtest? Verbindest du mit Networking vor allem Vitamin-B und Vetternwirtschaft?

Dass Netzwerken eigentlich etwas ganz anderes ist, viel Spaß machen kann und trotzdem deinem DIY-Business weiterhelfen kann, möchte ich dir jetzt zeigen.

Was ist Netzwerken überhaupt?

Netzwerken wird oft auch „Networking“ genannt und steht für den Aufbau und die Pflege eines eigenen Kontaktnetzwerks. Etwas einfacher ausgedrückt bedeutet das: neue Leute kennenzulernen, mit ihnen in ein Gespräch zu kommen, Kontaktdaten auszutauschen und mit ihnen in Verbindung zu bleiben.

Diese Kontakte können sowohl beruflich als auch privat sein. Netzwerken oder „Networking“ ist also keinesfalls etwas, das nur im Business Kontext eine Rolle spielt.

Es ist genau das, was du automatisch tust, wenn du in eine neue Stadt ziehst, einem Sportverein beitrittst oder du auf der Geburtstagsfeier deiner Schwester neuen Freunden vorgestellt wirst. Nur dass du es bisher wahrscheinlich nicht Networking genannt hast. 😊

Und du merkst vielleicht schon jetzt, dass du deshalb all deine negativen Assoziation über Bord werfen kannst und es sich beim Netzwerken und Kontakte knüpfen eigentlich um eine gute Sache handelt.

Warum brauche ich Networking für mein DIY-Business?

Jeder Mensch hat ein gewisses Bedürfnis nach sozialen Kontakten und Austausch mit anderen. Bei manchen ist das stärker ausgeprägt, bei anderen weniger. Aber unabhängig davon ob du privat viele oder eher wenige ausgewählte Freundschaften regelmäßig pflegst, können Kontakte auch einen positiven Einfluss auf dein DIY-Business haben.

Kontakte können Türen öffnen. Denn umso mehr Menschen dich und deine DIY-Produkte kennen, desto mehr Menschen können auch von dir erzählen. Wenn du dich also das nächste Mal vorstellst, erzähle auch noch kurz, was du mit deinem DIY-Business machst.

Du möchtest beim Kennenlernen in ein ECHTES Gespräch kommen. Also erzähle ruhig deine Geschichte (Wie bist du dazu gekommen? Warum hängt dein Herz daran?) als einfach nur Fakten (Gründungsjahr, Verkaufszahlen usw.) runterzuleiern.

Wusstest du, dass wir uns Geschichten sowieso besser merken können, als reine Zahlen, Daten, Fakten? Aber das ist wieder ein anderes Thema 😊

Übrigens solltest du in diesem Zusammenhang auch nicht die Kontakte deiner Familie und deiner Freunde unterschätzen. Auch sie kennen alle jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt… du weißt schon. So entsteht ein großes Netz an Bekanntschaften.

Warum Netzwerken auch für dein DIY-Business wichtig ist

Was bringt mir Netzwerken GANZ KONKRET für mein DIY-Business

Wenn du einmal eine Dienstleistung benötigst (Design eines Logos, Einrichtung eines Onlineshops usw.), kannst du dich in deinem Netzwerk umschauen. Vielleicht kennst du ja schon jemanden, der/die genau diese Dienstleistungen anbietet. Und wenn nicht kennst du bestimmt jemanden, der dir eine Empfehlung für einen Dienstleister aussprechen kann.

Umgekehrt kann es genauso passieren, dass jemand mal deine Dienste in Anspruch nehmen bzw. deine DIY-Produkte kaufen möchte. Und wenn er/sie nicht selbst kaufen möchte, wird er/sie möglicherweise nach Empfehlungen gefragt und kann dann sofort deine Kontaktdaten weitergeben.

Es ist natürlich auch denkbar, dass du mal jemanden kennenlernst, mit dem du so auf einer Wellenlänge bist, dass ihr eine Kooperation eingeht oder vielleicht sogar ein neues Projekt gemeinsam starten wollt.

Wenn du dich mit Menschen verbindest, die dieselben Interessen mit dir teilen oder selbst gerade dabei sind ein DIY-Business aufzubauen, teilt ihr auch Schwierigkeiten und Herausforderungen. Ihr könnt euch also gegenseitig helfen, unterstützen und motivieren.

 

Ihr könnt voneinander lernen und vielleicht triffst du ja sogar mal jemanden, der/die schon einen Schritt weiter ist als du und bereit ist, dir als eine Art Mentor etwas unter die Arme zu greifen. Oder du triffst mal jemanden, der/die noch etwas Unterstützung braucht und du bist vielleicht genau die richtige dafür.

Wusstest du, dass viele Jobs innerhalb des eigenen Netzwerks vergeben werden? Oder wie viele Wohnungen über Weitererzählen und Empfehlungen einen neuen Mieter finden? Das lässt sich auf alle möglichen Lebensbereiche ausweiten.

Auch Neugier und die pure Freude daran, inspirierende Menschen kennenzulernen, ist ein guter Grund dafür, dein Netzwerk zu vergrößern. Ich habe durch neue Kontakte schon so viel lernen dürfen, das ich bis dahin gar nicht auf dem Schirm hatte. Nicht alles davon ist für mein Business relevant. Vieles hilft mir auch in meinem privaten Leben weiter.

So oder so freue ich mich einfach sehr, dass ich schon so viele tolle, nette und besondere neue Freundschaften schließen durfte.

 

Mit wem kann ich mich verbinden?

Das englische Wort für Netzwerken ist „Networking“. Das Äquivalent zu verbinden ist übrigens „connecten“. Wen sich also das nächste Mal jemand mit dir connecten möchte, weißt du Bescheid 😊

Grundsätzlich kannst du natürlich mit jedem Menschen eine Beziehung aufbauen, der dir aus welchen Gründen auch immer interessant erscheint.

Vielleicht habt ihr dieselben Interessen oder verfolgt dieselben Ziele. Manchmal teilt man auch die selben Vorstellungen und Visionen oder ist in derselben Mission unterwegs.

Du kannst dich aber auch mit Menschen vernetzen, die schon das erreicht haben, was du gerne erreichen möchtest und die bereits dort angekommen sind, wo du noch hinmöchtest.

Wichtig ist, dass du dich echt und ehrlich mit deinen Mitmenschen unterhältst und dann für dich selbst entscheidest, ob du Lust hast mit diesem Menschen auch in Zukunft in Verbindung zu bleiben. Dann spricht nichts dagegen das auch zu tun.

Und wenn dir jemand einfach nur sympathisch ist, für dein Business aber keine Rolle spielt, ist es völlig in Ordnung trotzdem Nummern auszutauschen und sich einfach nur zum Mädelsabend zu verabreden.

Wo kann ich Leute treffen, mit denen ich mich verbinden kann?

Die Antwort ist in diesem Fall recht einfach: ÜBERALL!

Deshalb sollen die folgenden Punkte einfach nur eine kleine Inspirationsquelle sein. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Vorausgesetzt ist natürlich, dass man irgendwie miteinander ins Gespräch kommt.

  • Im eigenen Freundeskreis (es ist immer mal jemand eingeladen, den man noch nicht kennt)
  • In der U-Bahn, im Bus, im Zug, im Fernbus, im geteilten Taxi, im Flugzeug usw.
  • Auf Reisen: im geteilten Hostelzimmer oder der geteilten Unterkunft
  • Überall, wo du warten musst: Bushaltestelle, Wartezimmer, Rathaus usw.
  • Beim Einkaufen in deinem DIY-Laden
  • In Vereinen, Organisationen, Interessensgemeinschaften, Clubs, Vereinigungen usw.
  • Bei Sportveranstaltungen, Comedy Abenden, Musik Events usw.
  • Bei Stammtischen und Meetups
  • Im lokalen Handarbeitskreis
  • Auf der Arbeit (kennst du wirklich schon alle KollegInnen?)
  • In Workshops, Seminaren, Konferenzen, Tagungen usw.
  • In Facebookgruppen, Online Communities, Foren usw.
  • Natürlich auf Netzwerkveranstaltungen, die extra dafür ins Leben gerufen wurden

Wenn du in deiner Umgebung keine entsprechende Veranstaltung findest, kannst du jederzeit selbst die Initiative ergreifen und etwas ins Leben rufen. Möglicherweise bist du nicht die einzige, die neue Leute kennenlernen möchte und viele andere warten nur darauf, bis sich endlich die Möglichkeit ergibt.

So entstehen in vielen Städten immer wieder Businessfrühstücks, Bloggerpicknicks, Handarbeitstreffs und noch vieles mehr.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass du nicht immer selbst die Initiative ergreifen musst. Egal wann ich irgendwo in der Öffentlichkeit am Häkeln bin, ich werde IMMER von anderen angesprochen. Also versuch doch alternativ einfach mal so aufzufallen, dass dich andere ansprechen.

 

6 Tipps zum Netzwerken für dein DIY-Business

Tipp 1: Hab Spaß Am Netzwerken

In möglichst kurzer Zeit oberflächlich mit möglichst vielen Leuten zu sprechen, um am Ende einen dicken Stapel Visitenkarten mit nach Hause zu nehmen, macht wenig bis gar keinen Sinn. Also versuche wirklich Spaß daran zu entwickeln neue interessante Persönlichkeiten zu treffen und dir ihre Geschichte anzuhören.

Tipp 2: Sei authentisch und habe ein ehrliches Interesse

Verstelle dich nicht. Das kannst du weder auf Dauer durchhalten noch macht es dich glücklich. Und wer dich nicht genauso kennenlernen möchte wie du bist, hat in deiner Kontaktliste sowieso nichts verloren

Tipp 3: Erzähle Geschichten

Wenn du von dir und deinem DIY-Business erzählst, erzähle deine Geschichte. Das kann sich dein Gegenüber viel besser merken, als reine Fakten. Deshalb wurden schon seit der frühsten Menschheit Informationen in Form von Geschichten und Legenden weitergegeben und nicht als Listen.

Tipp 4: Sei ehrlich aber freundlich

Offener Austausch und ehrliches Feedback ist wertvoll und wichtig. Aber auch, wenn man etwas kritisieren oder auf Fehler hinweisen möchte, kann man das auf eine freundliche Art und Weise tun. Es gibt nichts schlimmeres als Trolls, die sich im Schutz des Internets auf unmöglichste Art und Weise äußern. Das können wir alle besser.

Tipp 5: Sei bereit zu geben

Versuche auch ohne Gegenleistung deinen Bekannten und Freunden zu helfen, wenn du kannst. Unterstütze und motiviere sie, empfehle sie weiter und verbinde sie mit den geeigneten Menschen. Positivität ist ansteckend. Erwarte nicht für alles eine Gegenleistung. Es kommt so oder so irgendwann zu dir zurück.

Tipp 6: Sei zuverlässig

Das sollte natürlich selbstverständlich sein. Wenn du jemandem ein Versprechen gibst oder eine Zusage machst, musst du dich natürlich daran halten. Niemand möchte dauerhaft mit jemandem befreundet sein, der/die immer unzuverlässig ist.

 

Fazit

Also… auch wenn du wenig Zeit hast und dein DIY-Business „nur“ nebenbei führst, hast du jetzt hoffentlich so viele Vorteile des Netzwerkens gesehen, dass du verstehst, dass es auch für dich wichtig ist, egal ob beruflich oder privat und egal ob haupt- oder nebenberuflich. Ein gutes Netzwerk bereichert dich in allen Lebensbereichen und öffnet Türen.

Interessante Menschen kannst du überall kennen lernen. Wenn du bereit bist deine Kontakte auch ohne direkte Gegenleistung zu unterstützen und für sie da zu sein, können aus anfänglichen flüchtigen Kontakten intensive Freundschaften werden.

Ein Beispiel für ein sehr erfolgreiches Netzwerk ist übrigens die deutsche Hanse. Sie hatte mehrere Jahrhunderte Bestand und einen großen Einfluss. Du siehst, dich mit Menschen zusammen zu tun, die die selben Interessen haben wie du und sich gegenseitig zu unterstützen, kann sehr erfolgsversprechend sein.

Deshalb wünsche ich dir jetzt viel Spaß und fröhliches connecten, verbinden, kennenlernen und netzwerken!

 

Alles Liebe,

P.S. Lernst du schon regelmäßig neue Leute kennen? Und wenn ja, wo?

P.P.S. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freue ich mich natürlich sehr, wenn du ihn teilst. 😊

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2 Kommentare

  1. Netzwerken ist so wichtig, egal ob beruflich oder privat! Dies bedeutet auch, dass man sich gegenseitig unterstützt. Leider ist uns dieses Prinzip mit der Zeit immer mehr abhanden gekommen und jeder promotet sich hauptsächlich selbst. Da hat Social Media nicht mehr viel soziales :/ aber möge es besser werden, dein Artikel trägt bestimmt dazu bei 🙂

    Liebe Grüße, Kay.

    1. Hallo Kay,
      es freut mich, dass du das Netzwerken genauso wichtig findest wie ich. Wir können ja einfach weiterhin mit gutem Beispiel voran gehen und uns vernetzen, austauschen, und gegenseitig unterstützen. Umso mehr Menschen das (on- und offline) machen, desto mehr werden bestimmt auch folgen 🙂

      Liebe Grüße
      Katha

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