Wie du schnell und einfach dein DIY-Gewerbe anmeldest – auch wenn du noch nicht bereit bist

By Katharina Hock | Organisation

Apr 07
WIe dus chnell und einfach dein Nebengewerbe anmeldest - auch wenn du noch nicht bereit bist.

 

Ob und wann du ein Gewerbe anmelden musst, kannst du in diesem Artikel nachlesen. Wenn feststeht, dass du ein Nebengewerbe anmelden musst, erfährst du hier, wie genau das funktioniert.

Wo muss ich mein Nebengewerbe anmelden?

Dein Gewerbe meldest du bei deinem örtlichen Gewerbe- oder Ordnungsamt an. Das Gewerbeamt befindet sich in der Regel in der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Wo genau das in deiner Stadt ist, wird dir sicher eine schnelle Google-Suche verraten 😉

Manche Ämter bieten inzwischen auch die Möglichkeit ein Gewerbe online anzumelden. Aber Achtung, je nachdem wie die Onlineanmeldung organisiert ist, kann es sein, dass sie mehr Zeit in Anspruch nimmt, als eine Anmeldung vor Ort und du ggf. länger auf die Bestätigung deiner Gewerbeanmeldung warten musst. Das kann ich dir inzwischen aus eigener Erfahrung verraten.

 

Infografik Nebengewerbe anmelden

Infografik von Für- Gründer.de

Welche Unterlagen brauche ich um ein Nebengewerbe anzumelden?

Um dein DIY-Business anmelden zu können, musst du entweder einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass zusammen mit einer Aufenthaltsgenehmigung und einer Meldebescheinigung vorlegen können.

Außerdem musst du den Antrag auf Gewerbeanmeldung ausfüllen.

Wie genau das geht, erkläre ich dir in meiner Schritt-für-Schritt Anleitung. Trage dich hier ein und erhalte sofort das Formular zur Gewerbeanmeldung und meine GRATIS Ausfüllhilfe. Damit ist das Formular für dein kreatives Nebengewerbe in weniger als 5 Minuten ausgefüllt.

Was kostet es ein Nebengewerbe anzumelden?

Die Kosten für die Anmeldung variieren von Stadt zu Stadt und können zwischen 10€ und 60€ liegen. Achte bei deiner Anmeldung darauf, dass du auch eine Bestätigung deiner Anmeldung anforderst.

Diese Bestätigung ist der „Gewerbeschein“ und kostet unter Umständen noch eine kleine Extragebühr. Darauf solltest du aber besser nicht verzichten, weil es immer wieder vorkommen kann, dass du deinen „Gewerbeschein“ vorlegen musst z.B., wenn du ein Geschäftskonto eröffnen willst.

 

Was kommt nach der Gewerbeanmeldung auf mich zu?

Nachdem du dein Nebengewerbe bei dem zuständigen Gewerbe- oder Ordnungsamt angemeldet hast, wird auch das Finanzamt über die Anmeldung informiert. Das Finanzamt lässt dir dann wiederum den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zukommen, den du ausfüllen und zurück schicken musst.

Je nachdem, wie schnell dein zuständiges Finanzamt mit der Bearbeitung ist, kann es eine Weile dauern, bis du die Unterlagen erhältst. Wenn du nicht so lange auf den Fragebogen warten möchtest, kannst du ihn dir hier herunterladen, ausfüllen und schon an dein zuständiges Finanzamt schicken. Das reduziert die Bearbeitungszeit in der Regel etwas.

Außerdem wirst du wahrscheinlich einen Fragebogen der IHK erhalten, den du ebenfalls ausfüllen musst. Damit wird überprüft, ob du ggf. Mitgliedsbeiträge entrichten musst. Als Kleinunternehmerin mit geringen Umsätzen wirst du wahrscheinlich von den Mitgliedsbeiträgen befreit. Erst wenn dein Gewinn eine gewisse Grenze überschreitet, musst du entsprechende Beiträge bezahlen.

Was muss ich nach der Anmeldung meines Nebengewerbes beachten?

Wenn du dein kreatives Nebengewerbe anmeldest, solltest du in jedem Fall eine Gewinnerzielungsabsicht haben. Deshalb solltest du langfristig gesehen auch Gewinne erwirtschaften. Wenn du mehrere Jahre lang nur Verluste einfährst, wird das Finanzamt überprüfen, ob es sich bei deinem Nebengewerbe lediglich um Liebhaberei handelt.

Deshalb solltest du alle Unterlagen aufheben, die belegen, dass du dich bemüht hast Gewinne zu erzielen wie z.B. Rechnungen für Werbematerial usw. Noch besser ist es natürlich, wenn du tatsächlich etwas mit deinem DIY-Business verdienst. Dabei helfe ich dir hier auf diesem Blog so gut ich kann 🙂

 

 

ToDos nach der Anmeldung deines Nebengewerbes

Wenn du dein DIY-Business angemeldet hast, solltest du zukünftig ein paar Dinge beachten, um dir selbst das Leben leichter zu machen. Du wirst in Zukunft gemeinsam mit deiner Einkommensteuererklärung eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) abgeben müssen.

Deshalb solltest du ab sofort alle Einnahmen und Ausgaben für dein Gewerbe gut dokumentieren.

Hebe also alle Rechnungen auf, die du bezahlst (natürlich nur, wenn es Ausgaben für dein Gewerbe sind. Private Ausgaben kannst du in der EÜR nicht geltend machen). Außerdem solltest du auch alle Rechnungen aufheben, die du selbst gestellt hast und für die du bezahlt worden bist.

Wenn du es dir ganz besonders einfach machen willst, erfasse deine Einnahmen und Ausgaben zeitnah während des laufenden Betriebs entweder in deinem Buchhaltungsprogramm oder einer Tabelle. Dann musst du nicht am Ende des Jahres alle Rechnungen sortieren und einzeln eintippen.

Damit ersparst du dir Stress und du hast das ganze Jahr über einen guten Überblick darüber, wieviel Geld du einnimmst und ausgibst. Auch diesen Tipp gebe ich dir aus eigener Erfahrung 🙂

Fazit

Ein Nebengewerbe anmelden ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht dachtest. Und wenn du doch noch etwas unsicher bist, lade dir hier meine Schritt-für-Schritt-Anleitung herunter. Darin erfährst du genau, wie du das Formular zur Gewerbeanmeldung ausfüllen musst, um dein DIY-Business als Nebengewerbe anzumelden.

Also auch wenn du das Gefühl hast, noch gar nicht richtig bereit zu sein, mach es einfach. Nach diesem Artikel und mit meiner Anleitung musst du keine Angst mehr haben, etwas falsch zu machen.

Alles Liebe,

Wie du schnell und einfach dein DIY-Gewerbe anmeldest – auch wenn du noch nicht bereit bist
Wie du schnell und einfach dein DIY-Gewerbe anmeldest – auch wenn du noch nicht bereit bist
Wie du schnell und einfach dein DIY-Gewerbe anmeldest – auch wenn du noch nicht bereit bist

P.S: Ich gebe keine Rechtsberatung. Das ist lediglich meine eigene Meinung. Wenn du Fragen hast, frag einfach bei deinem Gewerbeamt/Ordnungsamt/Finanzamt usw. nach. Die MitarbeiterInnen werden dir sicher gerne weiterhelfen. Ich habe dort bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht.

P.P.S: Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freue ich mich natürlich sehr, wenn du ihn teilst 🙂

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About the Author

Katha Hock ist DIE aufmerksame Unterstützerin für dich und dein DIY-Business. Sie kämpft als "The DIY Woman" dafür, dass Frauen mit ihrem kreativen Business ernst genommen und anerkannt werden; dass sie eine Aufgabe haben und Geld mit dem verdienen können, was ihnen wirklich Spaß macht.

  • […] Beste Nebengewerbe Handwerk Anmelden von Wie du schnell und einfach dein DIY Gewerbe anmeldest. Quellbild: http://www.thediywoman.de. Besuchen Sie diese Site für Details: http://www.thediywoman.de […]

  • Alexandra sagt:

    Hallo Katha,
    weißt Du, wo man Formulierungs Tipps für die Tätigkeitsbeschreibung/Gewerbeanmeldung findet?

    • Katharina Hock sagt:

      Liebe Alexandra,
      du kannst dir natürlich gerne meine kostenlose Ausfüllhilfe zur Gewerbeanmeldung herunterladen. Dort erkläre ich auch nocheinmal kurz, was es mit der Tätigkeitsbeschreibung auf sich hat. 🙂
      Wichtig ist eigentlich vorallem, dass sie weder zu allgemein noch zu speziell ist. Sodass du zwar eindeutig beschreibst, was du machst, du aber trotzdem die Möglichkeit hast, dein Sortiment auch ein bisschen zu verändern und anzupassen.

      Liebe Grüße
      Katha

  • annie sagt:

    Liebe Katharina,

    vielen Dank für den hilfteichen Artikel!

    Blöde Frage: Was ist denn, wenn es letztendlich doch nur Liebhaberei ist und keine ernsthafte Gewinnerzielungsabsicht dahinter steht?

    Liebe Grüße

    Annie

    • Katharina Hock sagt:

      Liebe Annie,

      wenn von Anfang an feststeht, dass es sich nicht um eine dauerhafte Tätigkeit handelt und/oder du keine Gewinnerzielungsabsicht hast und mit deiner Tätigkeit auch keine Gewinne erzielen wirst, wird das vom Finanzamt in der Regel als Liebhaberei eingestuft. Dann solltest du aber trotzdem irgendwie deine Einnahmen und Ausgaben dokumentieren. Denn wenn beim Finanzamt der Verdacht aufkommt, dass du mit deinem DIY-Business doch Gewinne erzielst, bist du ihnen gegenüber in der Nachweispflicht. Wenn du dir bei der Aufnahme deiner Tätigkeit also unsicher bist, empfiehlt es sich einfach direkt bei deinem zuständigen Finanzamt nachzufragen, wie sie deine Tätigkeit einstufen und ob du Gewinne und Verluste steuerlich geltend machen musst.

      Wenn das Finanzamt dein DIY-Business erst im Laufe der Zeit als Liebhaberei einstuft, dann bedeutet das, dass Verluste nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden können und somit nicht mehr mit Einnahmen aus anderen Einnahmequellen verrechnet werden können. Manchmal passiert das auch rückwirkend und du musst ggf. steuerliche Vorteile wieder zurückzahlen. Die Einstufung als Liebhaberei hat aber keine Auswirkung auf die Umsatzsteuerpflicht. Wenn du bislang umsatzsteuerpflichtig warst musst du auch weiterhin für deine Einnahmen Umsatzsteuer abführen, auch wenn deine Tätigkeit als Liebhaberei eingestuft wurde.

      Eigentlich bedeutet das vorallem, dass du dir vor Aufnahme deiner Tätigkeit einmal sehr genau überlegen solltest, ob man damit überhaupt Gewinne erzielen kann, ob du das dauerhaft möchtest und du dann auch bereit bist die entsprechenden Bemühungen zu unternehmen, dein DIY-Business profitabel zu machen 🙂

      Liebe Grüße
      Katha

  • Jennifer Weidenbach sagt:

    Hey Katha, super, vielen Dank für übersichtlichen und leicht erklärten Tipps! 🙂 Werde mich wohl die kommende Woche noch auf den Weg zum Gewerbeamt machen! 😉
    Aber sag Mal, wo finde ich denn deine „Schritt-für-schritt“ Anleitung? Im Text war sie nicht verlinkt (oder zumindest habe ich sie nicht finden können) und ich würde mich wirklich freuen, wenn ich das Formular nicht zum ersten Mal bei der Anmeldung sehe sondern vorher schonmal „proben“ konnte 😀 vielen Dank nochmal und ich freue mich über eine Antwort! 🙂
    LG Jenny

    • Katharina Hock sagt:

      Liebe Jenny,
      ich freue mich sehr, wenn ich dich dabei unterstützen konnte bald dein Gewerbe anzumelden. 🙂
      Die Schritt-für-Schritt Anleitung zur Gewerbeanmeldung erhälst du zugeschickt, wenn du deine E-Mailadresse in dem entsprechenden Feld innerhalb des Artikels eingibst. Versuch es doch mal und sag mir nochmal Bescheid, falls es nicht klappt.

      Liebe Grüße
      Katha

  • Stephan sagt:

    Danke für deine hilfreichen Tipps. Schöne Infografik, echt toll gemacht.

    • Katharina Hock sagt:

      Lieber Stephan,
      vielen herzlichen Dank dafür. Ich freue mich sehr, wenn dir mein Artikel gefallen hat und hoffe, dass dich meine zukünftigen Beiträge genauso begeistern können 😉

      Liebe Grüße
      Katha

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